Gesetzliche Krankenversicherung

Die Gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung im System der Sozialversicherung in Deutschland. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet die Arbeitnehmeranteile zur Gesetzlichen Krankenversicherung direkt vom Bruttoeinkommen einzubehalten und an den zuständigen Sozialversicherungsträger ordnungsgemäß monatlich abzuführen. Die bekannteste Gesetzliche Krankenversicherung ist sicherlich die Allgemeine Ortskrankenkasse, die AOK, Diese ist bundesweit vertreten und nur eine von über 200 bestehenden gesetzlichen Krankenkassen.

Jeder Arbeitnehmer hat ein freies Wahlrecht und kann sich die für ihn am besten passende Gesetzliche Krankenversicherung frei selbst auswählen. Der Arbeitgeber muss dieser gewählten Krankenkasse die Beiträge überweisen. Dabei gilt für jede Krankenkasse der von der Bundesregierung einheitlich festgelegte Beitragssatz von 14.6 % des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens. Davon muss der Versicherte 0,9 % allein tragen, die restlichen 14 % werden zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. In der Gesetzlichen Krankenversicherung ist es möglich, Familienangehörige die über kein eigenes Einkommen verfügen, über die Familienversicherung beitragsfrei mit zu versichern.

Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung sind fast nahezu identisch. Wer besondere medizinische Leistungen, wie zum Beispiel Homöopathie oder Akupunktur benötigt, sollte doch einen Vergleich starten, welche Gesetzliche Krankenversicherung diese Leistungen übernimmt. Die gesetzlich festgelegten Zuzahlungen für Medikamente und die vierteljährliche Praxisgebühr sind in allen gesetzlichen Krankenkassen gleich hoch.

Auch der Wegfall von Leistungen, wie zum Beispiel der Übernahme von Fahrtkosten zu einer ambulanten Behandlung oder die Zuzahlung für Brillen, ist generell festgelegt und wird von allen Krankenkassen gleich ausgeführt. Auch in der Höhe des Krankengeldes das der Versicherte, nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfrist von 6 Wochen durch den Arbeitgeber, erhält wird nicht in unterschiedlichen Höhen berechnet. Auch wurde die Zahlung eines Sterbegeldes aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen einheitlich gestrichen.

In der Gesetzlichen Krankenversicherung werden sich auch für die dort Versicherten Änderungen ergeben. So bleibt abzuwarten welche Krankenkassen werden zu dem gesetzlich festgelegten Beitrag werden Zusatzbeiträge bis zu 1 % erheben und welche Krankenkassen werden Beiträge beim Erfüllen bestimmter Voraussetzungen bis zu 1 % des Beitrages an die Mitglieder zurück zahlen werden. Auch in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist für den Versicherungsnehmer ein Wechsel jederzeit möglich, wenn die bestehenden Kündigungsfristen der jeweiligen Krankenkasse eingehalten werden.